Warum wir helfen

„Es kommt nicht darauf an, die Welt zu verändern, sondern sie zu verbessern.“

Die meisten Menschen spüren früher oder später, dass Materielles niemals ein Gefühl von echter Zufriedenheit geben kann.

Die Geschichte eines Bloggers, der einen 13 Jahre alten Teenager in New York trifft, ist ein Beispiel, das zeigt, dass es viele Menschen gibt, die anderen helfen.

Als der Blogger Brandon Stanton (www.humansofnewyork.com) den 13-jährige Vidal Chastanet in New York trifft, stellt er dem Teenager Fragen über sein Leben und seinen Alltag in New York, u. a. wer sein Leben bislang am stärksten beeinflusst habe.

Vidal erwähnt seine Direktorin Frau Lopez.

Sie sagte ihren Schülern:

„Jedes Mal, wenn ein Kind die Schule ”schmeißt“, wird eine neue Gefängniszelle gebaut!“

Sie habe alle Kinder aufstehen lassen und ihnen gesagt, dass sie wichtig sind.

Der Blogger nahm Kontakt zu der Direktorin auf und sie starteten eine Crowdfunding Aktion mit dem Ziel 100.000 Dollar zu sammeln.

Nach einer Stunde waren 100.000 Dollar zusammengekommen, am Ende  5 Mio. Dollar.

Das Geld wird dafür verwendet, Schülern der Mott Hall Academy in Brownsville die Möglichkeit zu geben, an Elite Universitäten zu studieren. Brownsville liegt im New Yorker Stadtteil Brooklyn und hat die höchste Kriminalitätsrate der Stadt.

 

Matt, ein 21 Jahre alter Franzose schreibt über Brandon Stanton:

„My name is Matt, I am a 21 years old French guy who currently lives in India.

I’ve always wanted to be involved and be part of a project, while striving to promote values and ideas
that I truly care about. That’s why I’ve recently taken the plunge in my own way by launching a Facebook page called “Towards A Better World”.

The concept of this page is to show that capitalism and the society of consumption that we live in is not necessarily a source of happiness.

I’ve had the opportunity and the chance to travel throughout many countries since my childhood and I have naturally opened up to the unknown and to other cultures. I’ve come to understand that there are more important things than success and economic growth at all costs, like, for example, emotions, feelings, smiles and shared projects between people. I believe national borders are an artificial concept that should be seen as an administrative convenience rather than dividing lines between different peoples.“

Wo viele Hände sind, ist die Last nicht schwer…

Macht es einen Unterschied, ob es  eine weitere Hilfsorganisation gibt oder nicht? Ob man etwas gibt, spendet oder hilft?

Es gibt so viele Hilfsorganisationen – die Reihe scheint geradezu unendlich…

Was kann ein einzelner bewirken? Viel – denn wenn viele ein klein wenig helfen, kann Großes bewirkt werden.

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst.

(Albert Schweitzer)

In einer kleinen Geschichte zeigt sich, wie Hilfe zu verstehen ist.
Ein Mann, der nach einem Sturm am Strand ist, sieht hunderte von Seesternen und beobachtet einen kleinen Jungen, der einen nach dem anderen aufsammelt und zurück ins Meer wirft.

Der Mann sagt zu ihm:

„Am Strand  liegen Hunderte und du bist hier ganz alleine. Es macht keinen Unterschied, ob du einige von ihnen zurückwirfst, du kannst ohnehin nicht viel bewirken.“

Da hebt der kleine Junge den nächsten Seestern auf und sagt:

„Für diesen hier macht es einen Unterschied!“

 

„Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben!“

Auf Facebook, Twitter oder YouTube, findet man oft „social-experiments“. Man filmt mit versteckter Kamera, um einen Einblick in Verhaltensmuster unserer Gesellschaft zu erhalten.

Bemerkenswert: reiche Menschen sind häufiger geizig, ignorant oder arrogant, während arme Menschen oft großzügiger, herzlicher oder selbstloser sind.

Was an den „social-experiments“ fasziniert, ist das Unerwartete.

Ein Gutes Beispiel hierfür findet man im Video unter dem Titel „How Does A Homeless Man Spend $100?“ (Wie gibt ein Obdachloser $100 aus? – Video hier) von dem YouTuber „JoshPalerLin“.

Lin schenkt einem Obdachlosen $100. Die versteckte Kamera dokumentiert von da an jeden Schritt des Obdachlosen. Lin erklärt, die Absicht gehabt zu haben, eine Art „Obdachlosen-Bloßstellungsvideo“ herzustellen. Was dann geschah, hat niemand erwartet. Als der Obdachlose vorerst mit den $100 in den naheliegenden Likör-Laden geht, sieht alles danach aus, dass er dem Stereotyp folgt und sich Alkohol und Zigaretten kauft. Der Obdachlose kommt aus dem Geschäft, mit einer großen Tüte voller Lebensmittel und verteilt diese an andere Obdachlose, viele davon kannte er nicht.

 

„Manchmal vergißt man, dass man reich wird, durch das was man gibt!“

Warum sind die, die nichts haben, bereit, das Wenige, was sie haben, zu teilen?

Und die, die viel haben, sind häufig nicht bereit auch nur einen einzigen Euro an einen Bettler auf der Straße zu geben?

Die Konsumgesellschaft ist fest in unseren Köpfen verankert. Wir kaufen Manches, das wir im Leben brauchen und Vieles, was wir nicht brauchen.

Deborah Sengl, eine Künstlerin aus Österreich, schreibt über ihr Kunstprojekt „Home Story“, in der sie diese gesellschaftlichen Probleme visuell thematisiert:

„Vor einiger Zeit habe ich gesehen, dass ein sogenannter Facebook-Freund das selbstgeschossene Foto eines Obdachlosen gepostet hat. Abgesehen davon, dass es eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts ist, hat er dies nicht aus Mitgefühl gemacht. Ganz im Gegenteil hat er dem am Boden liegenden verbal nachgetreten und dessen trauriges Schicksal verhöhnt.

Dicht nebeneinander sind Reichtum und Armut in fast allen Ländern zu finden. Konsum gibt uns die Sicherheit, Teil einer scheinbar funktionierenden Gesellschaft zu sein. Markenprodukte unterstreichen hierbei unsere jeweilige Zugehörigkeit. Auf unserer Suche nach materieller Befriedigung übersehen wir leider sehr oft die Menschen, deren existenzieller Spielraum vor den Türen der Einkaufstempel endet. Die Augen davor zu verschließen macht sie unsichtbar und dadurch unser Gewissen rein.

In „Home Story“ stellt die Künstlerin die Extreme von Wohlstand und Mittellosigkeit gegenüber. Sengl will dazu anregen, über das Korsett unserer unstillbaren Gier nach Besitz nachzudenken. Macht uns dieser soziale Druck nicht auch unfrei und dadurch arm? Und ist das Gegenteil davon – abseits jeder Romantisierung – nicht die ehrlichere Existenz?

„Wir wohlhabenden Menschen können nicht länger auf einer Insel in einem Ozean der Armut leben. Wir atmen alle dieselbe Luft. Wir müssen allen die Möglichkeit auf Bildung, Essen und medizinische Versorgung geben.“

(Ayrton Senna, tödlich verunglückter Rennfahrer, der eine Lebensversicherung über hundert Millionen DM zu Gunsten armer Kinder in Brasilien abgeschlossen hat.)

 

Lukas H., ein 19. jähriger Student aus Berlin berichtet:

„Ich war vor einigen Jahren auf einer Reise durch Indien und war vom ersten Schritt auf dem „Indira Gandhi International Airpot“ Neu-Delhi total betroffen, vom Kontrast zum wohlhabenden Deutschland. Im Flughafen sah ich  auf einem Stuhl einen dösenden Jungen, der rohes Fleisch von Fliegen umkreist an einem kleinen Stand verkaufte. Ich hatte mir einige Tage vor der Reise den Film „Slumdog Millionaire“ angesehen und war am Ende meiner Reise verblüfft, wieviel von dem Film mit der brutalen Realität in Indien tatsächlich übereinstimmt. Ein kleines Mädchen, das zu den Trommelschlägen ihres Bruders, zwischen den Autos und Kühen der versmogten Straßen von Mumbai Räder schlug, um einige Rupien für ein Abendbrot oder für die ausbeutende Mafia zu bekommen.

In Mumbai spürt man an jeder Stelle, wie nahtlos die Grenze zwischen Arm und Reich ist. Die Großstadt Mumbai, mit den vielen Hochhäusern, Gourmet-Restaurants und 5 Sterne Hotels hört auf und die von Armut besetzten Slums, die das Zuhause für Millionen von Menschen bilden, fängt wenige Meter weiter an.“

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